Erläuterungen

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2011/12


Vorlesung: Karolingische Literatur  (PHF-laph-ML1)

Di 8–10 Uhr; LS 8, R. 125/128; Beginn: 25.10.11

Mit der Herrschaft Karls des Großen (gest. 814) verbindet sich nicht allein die politische Konsolidierung des Frankenreichs, sondern eine tiefgreifende kulturelle Erneuerung, die zu einer ersten Blütezeit der mittellateinischen Literatur führte. In der Vorlesung werden Exponenten dieser ‚karolingischen Renaissance‘, wie man auch gern sagt, im Blick auf ihre Werke porträtiert.

 

Seminar: Ruodlieb

Mo 12–14 Uhr; LS 8, R. 534; Beginn: 24.10.11

Ruodlieb heißt der Held eines nur unvollständig tradierten Epos, das ein für uns namenloser Dichter im 11. Jahrhundert vermutlich im oberbayerischen Kloster Tegernsee schuf. Das Werk, dessen Sprache in großem Abstand zur traditionellen Epik sogar Vergils steht, trägt durchgängig lehrhafte Züge, vermittelt eine exemplarische Ritterethik, aber alles Lehrhafte ist vollkommen der epischen Handlung eingeschrieben.

 

Übung: Einführung in die Mittel- und Neulateinische Philologie  (PHF-laph-ML2)

 Mi 8–10 Uhr; LS 8, R. 125/128; Beginn: 26.10.11

Die Übung macht mit dem Gegenstand, den Arbeitsmethoden und den zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln des Fachs vertraut, vermittelt anhand ausgewählter Texte einen Eindruck von der Vielfalt lateinischer Literatur in Mittelalter und früher Neuzeit und weist Wege zu deren Erschließung.

 

Übung: Lektüre aus Handschriften (Paläographie)

Mo 8–10 Uhr; LS 8, R. 534; Beginn: 24.10.11

Mittelalterliche Handschriften stellen das Hauptmedium vormoderner Text-überlieferung dar. Um die alten Schriften entziffern und flüssig lesen zu können, ist Übung vonnöten, die hier angeboten wird.

 

Übung: Die Augsburger Cantionessammlung

Di 11–12 Uhr; LS 8, R. 534; Beginn: 25.10.11

Innerhalb der lateinischen Lyriküberlieferung des Mittelalters steht die um 1400 aufgezeichnete sog. Augsburger Cantionessammlung gänzlich für sich. Sie überliefert lateinische cantiones, die formal an einen Typus der mittelhochdeutschen Lyrik, den Sangspruch, angelehnt sind. Da das Textcorpus noch unediert ist, liegen der Übung ausgewählte Reproduktionen aus der Handschrift zugrunde.

 

Sprechstunde (in der Vorlesungszeit):  Dienstag, 14–15 Uhr