Erläuterungen

050974 Vorlesung Römische Literatur 6; 2 SWS; BA: GL3, LD 1.1. LD 2.1; MA: LD 1

Mo. 10-12, ab 25.10.

Die Vorlesung setzt meine Vorlesung aus dem Sommersemester fort. Sie wird sich im wesentlichen mit der Literatur der spätaugusteischen sowie der tiberianischen Zeit befassen.

 

050972 Hauptseminar Petronius; 2 SWS; MA: LP 2; Di. 14-16; ab 26.10.

Die Satyrika des Petron gehören, auch wenn sie nur fragmentarisch auf uns gekommen sind, zu den interessantesten Texten der römischen Literatur. Der Schelmenroman stammt aus der neronischen Zeit und erzählt die Geschichte des Enkolp, der mit seinen Begleitern Giton, Askyltos und Eumolpos eine Reihe von durchaus nicht immer jugendfreien Abenteuern erlebt. Wir werden in diesem Semester einige ausgewählte Abschnitte aus dem Roman gemeinsam behandeln und unter verschiedenen literarischen und historischen Fragestellungen zu interpretieren suchen.

Voraussetzung für den Schein sind 1) regelmäßige Mitarbeit und Vorbereitung 2) die didaktische Moderation einer Sitzung und 3) das Anfertigen einer etwa 15seitigen Hausarbeit. Diese Leistungen fließen zu je einem Drittel in die Note ein. Die Hausarbeit muß mindestens eine Woche vor der betreffenden Sitzung abgegeben werden und soll zu ihrer Vorbereitung dienen. In der Sprechstunde werden wir dann jeweils gemeinsam das Konzept erarbeiten.

Die Aufgabenverteilung erfolgt im Rahmen der Vorbesprechung in der ersten Sitzung.

 

Ausgaben und Kommentare:

N. Breitenstein, Petronius, Satyrica 1-15, Berlin – New York 2009.

P. Habermehl, Petronius, Satyrica 79-141, Berlin – New York 2006.

K. Müller, Petronii Arbitri Satyricon, Stuttgart 1995 (4. Aufl., korr. ND 2005).

M. S. Smith, Petronii Arbitri, Cena Trimalchionis, Oxford 1975.

L. Friedländer, Petronii Cena Trimalchionis, Leipzig ²1906.

 

 

050966 Oberstufenlektüre Apuleius, Amor und Psyche; 2 SWS; MA: LP 3; Di. 16-18;

ab 26.10.

Das berühmte „Märchen“ von Amor und Psyche, das Apuleius (2. Jh. n. Chr.) neben vielen anderen Novellen in seinen Roman mit dem Titel Metamorphosen (4,28-6,24) einlegt, hat zu allen Zeiten Leser und Nachahmer gefunden und darf als ein Paradestück der lateinischen Literatur gelten. Wir werden dieses Märchen möglichst weitgehend zusammen im Kurs lesen.

Voraussetzung für den Schein ist das Bestehen einer 90minütigen Abschlußklausur. Das Lesepensum für die Klausur umfaßt neben dem Märchen von Amor und Psyche auch die Bücher 1-2 der Metamorphosen.


Ausgaben, Kommentare, Einführungen

K. Helm (ed.), Metamorphoseon libri XI, Leipzig ³1931 (vielfache Nachdrucke)

E. J. Kenney, Apuleius. Cupid & Psyche, Cambridge 1990.

S.J. Harrison, Apuleius. A Latin Sophist, Oxford 2000.

 K. Sallmann in: HLL 4 (1997), 292-318.

 

 

050952 Oberstufenlektüre Tacitus, Opera minora; 2 SWS; Mo. 14-16; ab 25.10.

Im Kurs werden wir Auszüge aus den drei kleinen Schriften des Tacitus lesen. Diese Schriften stellen zugleich das Lektürepensum für die 90minütige Abschlußklausur dar.

 

Ausgaben und Kommentare:

M. Winterbottom & R. M. Ogilvie, Cornelii Taciti opera minora, Oxford 1975

R. M. Ogilvie – I. Richmond, Cornelii Taciti de vita Agricolae, Oxford 1967.

R. Mayer, Tacitus. Dialogus de oratoribus, Cambridge 2001.

A. A. Lund, P. Cornelius Tacitus. Germania, Heidelberg 1988.

 

 

050290 Hauptseminar, Ekphrasis (gemeinsame Veranstaltung mit der Archäologie); 2 SWS; Blockseminar, voraussichtl. 25.-26.11; Vorbesprechung 25.10.; 13-14 Uhr; LS 8 R 501

Der Beschreibung (descriptio, ekphrasis) kommt in der antiken Rhetorik zunächst als Vorübung besondere Bedeutung zu, doch hat sie sich schon bald zu einer eigenständigen Literaturgattung fortentwickelt. Im Seminar werden wir uns vornehmlich mit Beschreibungen von Kunstwerken (Statuen, Bilder, Bildprogramme) befassen, die entweder einen realen archäologischen Hintergrund haben oder doch zu evozieren scheinen. Im Seminar werden wir voraussichtlich folgende Abschnitte aus antiken Autoren betrachten. Dabei sollen sowohl die literarischen als auch die archäologischen Aspekte der jeweiligen descriptiones untersucht werden. Ein Reader mit den entsprechenden Texten und Kommentaren liegt zur Kopie im Geschäftszimmer Latein gegen Ende September aus:

 

1)   Cicero, de inv. 2,1,1-3: Bild der Helena

2)  Vergil, Aen. 2,199-233: Laokoon

3) Vergil, Aen. 8,608-731: Schild des Aeneas

4) Properz, c. 2,31+32: Tempel des Apoll und Porticus des Pompeius

5) Ovid, fasti 5,545-598: Tempel des Mars

6) Ovid, met. 11, 592-622: Grotte und Statue des Somnus

7) Petronius, sat. 28-30: Haus des Trimalchio

8) Petronius sat. 83: Gemäldegalerie

9) Statius, silv. 1,1: Reiterstatue des Domitian

10) Statius, silv. 4,6: Statue des Hercules (Martial, epigr. 9,43-44)

11) Plinius, epist. 3,6: Bronzestatue einer Greisin

12) Apuleius, met. 2,4: Statuengruppe des Aktaion und der Diana

13) Apuleius, flor. 15: Statue des Bathyllus

 

Die Veranstaltung wird von mir in Zusammenarbeit mit Herr Prof. Heldmann und Herrn Dr. Raeder durchgeführt und ist als interdisziplinäres Projekt von Archäologie und Latinistik geplant. Dementsprechend steht die Teilnahme auch allen interessierten Archäologen offen bzw. ist sehr erwünscht.

Voraussetzung für einen Schein der Latinistik sind 1) regelmäßige Mitarbeit und Vorbereitung 2) die didaktische Moderation bzw. Co-Moderation einer Sitzung und 3)das  Anfertigen einer etwa 15seitigen Hausarbeit. Diese Leistungen fließen zu je einem Drittel in die Note ein. Die Hausarbeit muß mindestens eine Woche vor der betreffenden Sitzung abgegeben werden und soll zu ihrer Vorbereitung dienen. In der Sprechstunde werden wir dann jeweils gemeinsam das Konzept erarbeiten. Die Aufgabenverteilung erfolgt im Rahmen der allgemeinen Vorbesprechung.

 

Allgemeine Einführungen in den Gegenstand:

F. Graf, Ekphrasis. Die Entstehung der Gattung in der Antike, S. 143-155, in: G. Boehm – H. Pfotenhauer (Hrsg.), Beschreibungskunst – Kunstbeschreibung. Ekphrasis von der Antike bis zur Gegenwart, München 1995.

P. Zanker, Die römische Kunst, München 2007.