Das silberne und das eherne Zeitalter

Vorgehen und Ziele:  Die Kürze des Textes macht es durchaus möglich, ihn als eine Art Einschub zu verwenden. Da er dennoch ein inhaltlich wichtiger Teil der Abstufung der Zeitalter darstellt, empfiehlt es sich nicht, ihn auszulassen. Die zweisprachige Lektüre soll in diesem Fall ein beschleunigtes Vorgehen gewährleisten. Die Verwendung des Bildwerkes ist optional.

​​​​​​​Die verhältnismäßig kurz gefassten Beschreibungen der beiden darauffolgenden Zeitalter stellen eine qualitative Abstufung zum jeweils vorangehenden Geschlecht dar. Verursacht durch göttliches gewaltsames Handeln und die daraus resultierende Weltherrschaft Jupiters leiden im silbernen Zeitalter die Natur, die erstmals unangenehme Seiten aufweist, und der Mensch, dessen Tätigkeit nun mit Mühe verbunden wird. Das eherne Zeitalter zeigt eine Brutalisierung des Menschengeschlechts, welches jedoch noch nicht ‘frevelhaft’ handelt.

Die geschilderten Epochen verhalten sich gleichsam als Zwischenstufen zwischen goldenem und eisernem Zeitalter, welche den Hoch- beziehungsweise Tiefpunkt des Menschen abbilden. Der sie behandelnde Textabschnitt ist daher geeignet, zweisprachig gelesen zu werden, um zügig voranzuschreiten, aber dennoch die Erfassung des Inhalts in seiner Gesamtheit zu gewährleisten.

Durch die Kürze des Textes ist es durchaus denkbar, die Schüler*innen den Text in eigenständiger Lektüre erfassen zu lassen und anschließend etwa anhand Cranachs Darstellung The Close of the Silver Age (um 1530) die umfassende Arbeit mit einem Rezeptionsdokument zu wiederholen. 

 

Text zum silbernen und ehernen Zeitalter

 

(The Close of the Silver Age The Fruit of Jealousy Lucas Cranach der Ältere um 1530)