Entstehung der Welt und des Menschen

Vorgehen und Ziele: Durch die zweisprachige Lektüre lernen die Schüler*innen Ovids Schöpfungsmythos kennen. Die Vorgliederung vereinfacht die Strukturierung des recht umfangreichen Textes. Indem die Schüler*innen zudem mit lateinischen Schlüsselbegriffen arbeiten, geht der Bezug zum lateinischen Text außerdem nicht verloren.

 

Als Ausgangspunkt für die Ovidlektüre soll der auf das Proöm folgende Schöpfungsmythos der Metamorphosen dienen, in welchem aus dem Chaos eine geordnete, hierarchisierte Welt geschaffen wird – deren krönenden Abschluss der Mensch als geistbegabtes Lebewesen bildet – wie sie beispielsweise Robert Fludd in seinem Integrae Naturae Speculum darstellt.

Nach vorausgehender zweisprachiger Lektüre des gegliederten deutschen Textes können für die einzelnen Abschnitte passende Überschriften gesucht und mit Schlagwörtern aus dem lateinischen Text näher beschrieben werden.Die Darstellung von Robert Fludd bietet hierbei eine Möglichkeit der Visualisierung und kann mit der Textstelle in Beziehung gesetzt werden. Hierbei sollte allerdings darauf verwiesen werden, dass Fludds Darstellung nicht in direktem Bezug zu Ovids Schöpfungsmythos und Weltordnung steht, sondern lediglich ein ähnliches Verständnis einer (Welt-)Ordnung illustriert. Denkbar wäre allerdings auch, Fludds Darstellung der zweisprachigen Lektüre voranzustellen, Assoziationen zu dieser in Form einer Mindmap zu sammeln und diese nach der Lektüre mit der Kosmos-Ordnung im Text abzugleichen.

 

Text zur Entstehung der Welt und des Menschen

 

Die Vorgliederung erfolgt in Anlehnung an von Albrecht und Glücklich: V. 5-20: Chaos; V. 21-31: Scheidung der vier Elemente, Herstellung v. Harmonie; V. 32-68: Ausgestaltung der vier Elemente; V. 69-75: Entstehung der Lebewesen; V. 76-88: Der Mensch; hierzu cf. von Abrecht und Glücklich (2011) 22.