Latinistik

Prof. Dr. Thorsten Burkard (Latinistik)

Projekte

Einführung zu Quintilian:

In der Reihe Studienbücher Antike des Georg Olms-Verlages soll eine etwa 200-seitige Einführung zu Quintilian erscheinen. M. Fabius Quintilianus (1. Jh. n. Chr.) ist der Autor eines rhetorischen Lehrwerks in 12 Büchern. Eine derartige Einführung für Studenten und Fachkollegen ist seit langem ein Desiderat, zumal Quintilian das ganze System der antiken Rhetorik darstellt. Erste Vorarbeiten sind bereits abgeschlossen (u.a. in Form eines ausführlichen Vorlesungsmanuskriptes und einer umfassenden Bibliographie vom 19. Jh. bis in die Gegenwart). Als eine Vorarbeit erscheint demnächst eine Abhandlung über die Begriffe color und divisio.

 

Caeso Gramm: Chilonium. Novus Holsatiae Parnassus, Schleswig 1665 – Einleitung, Text, Übersetzung und Kommentar:

In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. Johannes Schilling (Lehrstuhl für Kirchengeschichte, Kiel)
Caeso Gramm (1640-1673), einer der ersten nach Kiel berufenen Professoren, verfasste zur Gründung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eine Werbeschrift, in der er die diversen Vorzüge der Region, der Stadt und vor allem der Universität in leuchtenden Farben schilderte. Die 1665 gedruckte Schrift soll ediert und übersetzt sowie mit einem knappen Kommentar versehen werden. Diese kommentierte Ausgabe soll rechtzeitig zum 350. Universitätsjubiläum im Jahre 2015 erscheinen. Text und Übersetzung liegen bereits vor. Die Kommentierung ist nach einem Oberseminar im Wintersemester 2012/2013 einen großen Schritt vorangekommen, so dass das Manuskript im Laufe des Jahres 2014 fertiggestellt sein sollte.

Studienausgabe lateinischer Gedichte von Paul Flemming (1609 - 1640):

Paul Flemings lateinische Gedichte werden von der Forschung meistens ignoriert, was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass moderne kommentierte Übersetzungen fehlen. Daher soll in dieser Kooperation zwischen Neuerer deutscher Literaturwissenschaft, Mediävistik und Latinistik eine Auswahlausgabe erarbeitet werden, die neben dem lateinischen Text eine deutsche Übersetzung mit den wichtigsten Erläuterungen bietet. Die Übersetzung der ausgewählten 100 Gedichte ist bereits abgeschlossen.  Die kommentierte Edition wird bei Könighausen und  Neumann erscheinen. Das Projekt wird von der Kieler Philosophischen Fakultät durch die Finanzierung einer WHK unterstützt.

Die Bewältigung des Todes in der römischen Literatur:

Das Projekt ist ein Teilprojekt innerhalb des zu beantragenden SFB "Erfahrung und Umgang mit Endlichkeit" des gleichnamigen Projektkollegs der Philosophischen Fakultät. Das Teilprojekt untersucht, wie die Erfahrung der eigenen Sterblichkeit und die Erfahrung des Todes anderer in der heidnischen römischen Literatur vor der Spätantike (etwa 200 v. Chr. bis etwa 200 n. Chr.) bewältigt worden ist. Diese Fragestellung umfasst zwei Komponenten:

(1) Welche Sinnkonstitutionen und Deutungsmuster lassen sich erkennen? Inwiefern werden bestimmte Jenseitsvorstellungen evoziert oder womöglich erst kreiert, um das Phänomen des Todes zu bewältigen? (2) In welcher literarischen Form wird das eingetretene oder bevorstehende Ereignis codiert? In dem zu untersuchenden Corpus sind grundsätzlich zwei Typen von Texten zu unterscheiden: (1) Texte, in denen entweder der aktuelle Tod nahestehender (geliebter oder bedeutender) Menschen oder der bevorstehende eigene Tod thematisiert wird (sei es durch eigene Trauerarbeit, sei es durch den Trost der unmittelbar Betroffenen). Hierzu zählen Grabinschriften, Nachrufe, Trauergedichte und philosophische Traktate zur Todesbewältigung. (2) Literarische Texte, in denen der Tod mythologischer und historischer Personen in der und durch die Erzählung bewältigt wird. Hier sind vor allem Geschichtsschreibung und Epos relevant.

Die antike Cicero-Rezeption:

Obwohl der römische Redner  Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.) bereits unmittelbar nach seinem Tod zu einem bedeutenden Stilideal wurde und diesen Status bis heute behaupten konnte, gibt es noch keine eingehendere Spezialuntersuchung zu seiner Rezeption und Imitation auf der sprachlich-stilistischen Ebene. Daher soll eine etwas umfangreichere Studie diese Lücke zumindest ansatzweise schließen, indem sowohl die wichtigsten Aussagen über Ciceros Sprache und Stil als auch  exemplarisch Versuche, den ciceronianischen Stil nachzuahmen, untersucht werden sollen. Zentrale Leitfragen sind hierbei, welche Vorstellungen man von Ciceros Stil hatte und inwiefern er nicht nur stilistisches Vorbild gewesen ist, sondern auch die Sprache der jeweiligen Autoren beeinflusst hat. Eine vom Collegium Philosophicum finanzierte SHK stellt derzeit die Sekundärliteratur  und eine Übersicht über die Quellentexte zusammen.

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Herausgeberschaften und Redaktion

 

Prof. Dr. Jan Radicke (Latinistik)

Projekte

Edition und kritischer Kommentar zu Tibull

Römische Literaturgeschichte von den Anfängen bis zum Beginn des 3. Jhs. n. Chr.

Calpurnius Siculus und sein Patron. Eine prosopographische Anmerkung

Die Arae. Eine antike Seegrenze

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