Chilon

Chilon

 

Der Spartaner Chilon zählt zu den „Sieben Weisen“, einer Gruppe gelehrter Männer im frühen Griechenland, die in der klassischen Antike aufgrund ihrer Gnomen (Sinnsprüche) verehrt wurden. Auf Chilon sollen zeitlose Sentenzen wie etwa „erkenne dich selbst“ (γνῶθι σεαυτόν / nosce te ipsum), „nichts im Übermaß“ (μηδὲν ἄγαν / ne quid nimis) oder „deine Zunge soll nicht schneller laufen als dein Verstand“ (ἡ γλῶσσά σου μὴ προτρεχέτω τοῦ νοῦ) zurückgehen. Das Bildnis, das dem Logo zugrundeliegt, ist der Schedelschen Weltchronik (fol. 59r der lateinischen Version) entnommen, einem bedeutenden humanistischen Wiegendruck (erschienen in Nürnberg 1493). Die Abbildung verweist einerseits auf die klassisch-humanistische Bildungstradition, der sich das Kieler Institut für Klassische Altertumskunde verpflichtet weiß, und symbolisiert die Bandbreite der Fächer, die im Institut vertreten sind. Andererseits spielt der Name „Chilon“ auf die lateinische Namensform der Stadt „Kiel“ an (Chilonium), die auch im Schriftzug des Universitätssiegels und des Siegels der Philosophischen Fakultät der CAU Verwendung findet.