Erläuterungen

Vorlesung: Mittellateinische Lyrik  (PHF-laph-ML1)

     Do 8–10 Uhr; Beginn: 28.10.10

 

Die Vorlesung stellt die lateinische Lyrik des Mittelalters im Überblick dar. Berücksichtigt werden sowohl geistliche wie weltliche Lieder, ihre jeweiligen Formen, Themen und Gebrauchszusammenhänge.  

 

 

Seminar: Lateinische Literatur in St. Gallen

    Di 14–16 Uhr; Beginn: 26.10.10

 

Die Bedeutung der Klöster für die Kultur und Literatur des Mittelalters kann kaum überschätzt werden, weil sich in diesen geistlichen Institutionen von Anbeginn eine ‚intellektuelle Infrastruktur’ ausbildete, zu der Schule, Bibliothek und Skriptorium gehören. An solchen Orten wurden nicht lediglich die vorhandenen Texte studiert und verwahrt, sondern es konnte dort neue Literatur entstehen. Diese läßt oft einen lokalen Bezug erkennen, wenn Klosterchroniken oder Heiligenviten sich zu einer Art ‚Hausliteratur’ formieren. Die Literaturproduktion führender Klöster weist freilich darüber hinaus, wie am Beispiel der Abtei St. Gallen gezeigt werden kann.        

   

 

 

Seminar: Exempelsammlungen im lateinischen Mittelalter

    Mi 8–10 Uhr; Beginn: 27.10.10

 

Dem Mittelalter war es eine vertraute (in der antiken Rhetorik wurzelnde) Vorstellung, daß handfeste Beispiele (exempla) oft viel besser als abstrakte Formulierungen (verba, sententiae) einen Sachverhalt erklären oder vermitteln können. Der hohe Praxiswert von exempla zeigt sich besonders in der christlichen Predigt. Gern griff der Prediger auf fertige Sammlungen zurück, in denen er Exempel, die meist narrativen Charakters sind, also pointierte Geschichten darstellen, zu bedarfsgerechter Funktionalisierung vorfand.        

 

 

 

Übung: Einführung in die Mittel- und Neulateinische Philologie  (PHF-laph-ML2)

    Di 8–10 Uhr; Beginn: 26.10.10

 

Die Übung macht mit dem Gegenstand, den Arbeitsmethoden und den zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln des Fachs vertraut, vermittelt anhand ausgewählter Texte einen Eindruck von der Vielfalt lateinischer Literatur in Mittelalter und früher Neuzeit und weist Wege zu deren Erschließung.

 

 

 

Übung: Die lateinischen Gedichte im ‚Rostocker Liederbuch’

    Mi 11–12 Uhr; Beginn: 27.10.10

 

Das ‚Rostocker Liederbuch’, eine kleinformatige Papierhandschrift des späten 15. Jahrhunderts im Umfang von 44 Blättern, umfaßt eine Sammlung spätmittelalterlicher Lieder verschiedener Gattungen, teils mit Melodien. Die meisten der insgesamt 60 Stücke sind in deutscher Sprache gedichtet, doch fanden auch sechs lateinische Texte Aufnahme im Liederbuch. Ihnen gilt in der Übung unsere Aufmerksamkeit.